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Bad Dürrenberg, Saalekreis, A: OT Kirchfährendorf (Kirchdorf), am südwestl. Dorfausgang der 'Kirchfährendorfer Straße' Richtung Wengelsdorf, Abzweig 'Kirchdorfer Ring', ggü. der ev. Dorfkirche, auf der Straßeninsel an einem Baumstamm, Steinkreuz

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urheber: radler59

Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), breitflächiges Steinkreuz aus Kalkstein mit gedrungenem Kreuzstand bzw. kurzen Balken, geradlinige Schafterweiterung (Verf.)

'In Dorflage, in einer kleinen Anlage um die Dorfpumpe, gegenüber dem Kirchhof unter einer Linde. An dieser Stelle zweigt von der Dorfstraße die Straße nach Wengelsdorf ab. Parallelkantiges lateinisches Kreuz mit tatzenartigem Kopf und sich nach unten verbreiterndem Schaft. Abschläge befinden sich am Kopf und dem östlichen Arm, ferner Verwitterungsschäden am gesamten Kreuz. Kalkstein. Höhe 58 cm, Br. 39 cm, T. 20 cm. Frühes 16. Jahrhundert. Das Kreuz soll an der Stelle errichtet worden sein, an der zwei Anführer der Aufständigen des Bauernkrieges hingerichtet sein sollen. Eine 63 cm x 47 cm große neuere Steintafel erinnert noch daran. In der Heimatliteratur werden sogar die Namen der beiden Hingerichteten genannt, doch stammen diese aus einer freien Erzählung des Leipziger Schriftstellers Paul Burg von 1923' (Lit. W. Saal 1989) 

Quellangaben: Lit.: 1. Walter Saal, Steinkreuze und Kreuzsteine im Bezirk Halle, Halle 1989, S. 22, Nr. 3 m. Abb. 67 (Kopie), daraus: 2. A. Schmekel, Historisch-topographische Beschreibung des Hochstiftes Merseburg, Halle 1858, 3. H. Größler, Nachlese von Sagen Grafschaft Mansfeld, in: Mansfelder Blätter 4, 1890, 4. Neumann, Alte Steinkreuze in der Gegend der mittleren Saale, Weißenfels, 1907, Internet: 1. wikipedia.org-wiki-Liste der Kulturdenkmale in Bad Dürrenberg, OT Kirchfährendorf: Kirchdorfer Ring, Ehemals Kirchdorf, Sühnekreuz, ID 094 20739, Baudenkmal m. Foto v. 3.12.2013 (Kopie), Urheber: 'Radler59' (Eig. Werk) Liz.-Nr. CC BY-SA 3.0, 2. wikipedia.org-wiki-Sühnekreuz_Kirchfährendorf, 3. google.com-maps-Bad Dürrenberg-Street View Okt. 2022 (Kopie, bearb.)

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Bad Dürrenberg B: im Ort, ostseitig der 'Kalteneiser Straße', unmittelbar nördl. der 'Ellerbach'-Brücke bzw. kurz vor der Kreuzung 'Keuschberger Straße / Am Persebach', unter alter Eiche, *Steintisch (Gerichtstisch), Benennung: 'Bauernstein'

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Maße: (aktuell nicht bekannt), vermutlich handelt es sich um die verbliebene Tischplatte eines einstigen steinernen Tisches einer Gerichtsstätte; an der im Foto sichtbaren langen Schmalseite kaum mehr erkennbare eingetiefte Zeichen bzw. Ziffern wie etwa '... (7 ?) 09'

*Steinerner Tisch (Gerichtstisch)
Ein Steinerner Tisch diente der Verortung und Vermarkung eines Gerichts- und Verhandlungsortes in der Landschaft. Er ist somit als Symbol für eine Gerichtshoheit anzusehen. Steinerne Tische dienten auch als Ruhe- und Rastplätze. Aus Thüringen sind zahlreiche Steinerne Tische bekannt. Häufig sind sie auch mit Sitzbänken versehen. Als historische Orte werden sie häufig von Vereinen und Kommunen gepflegt; z.B. Steinerner Tisch unter den Mallinden bei Niederdorla, TH; Steinbänke mit Tisch-Platte auf dem Gutshof Nienfeld im Süntel, NI; Steinerner Tisch auf dem Anger von Bickenriede, Th; Steinerner Tisch, eine alte Gerichtsstätte bei Bretzfeld-Dimbach, BW, Steinerner Tisch Veitsbronn, MF (wikipedia.org-wiki-Steinerner-Tisch)

Anmerkung
Der Standort unmittelbar bei der Ellerbachbrücke lässt mit großer Wahrscheinlichkeit auf ein altes Brückengericht schließen, das hier als Straßengericht tagte. Brückengerichte waren Teile (Instanzen) der örtlichen grundherrlichen Gerichtsbarkeiten (Hochstift Merseburg), deren Verhandlungsorte sich stets bei oder auf Brücken befanden. Bei schlechtem Wetter und in späterer Zeit verlegte man die Tagungsorte in feste Häuser (Verf. frei nach wikipedia.org-wiki-Brückengericht)

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. wikipedia.or-wiki-Liste der Kulturdenkmale in Bad Dürrenberg: an der Kalteneiser Straße nahe dem Persebach, Bauernstein, ID 094 20561, Kleindenkmal m. Foto v. 11.5.2018 (Kopie), Urheber: 'Radler59 (Diskussion)' (Eig. Werk) Liz.-Nr. CC BY-SA 4.0, 2. google.com-maps-Bad Dürrenberg-Street View Okt. 2022 (Kopie, bearb.)

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Bad Dürrenberg C: OT Ostrau, nordwestl. Ortsrand, im Winkel der Straße 'Trift' Abzweig 'Dammstraße', unter einer alten Eiche, Steintisch, Benennung: 'Bauernstein'

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Maße: (aktuell nicht bekannt), ehemals steinerner Tisch einer einstigen Gerichtsstätte, s. Objekt B; ein weiterer vergleichbarer Gerichtsplatz befindet sich im Ortsteil Porbitz nördl. der Kreuzung 'Ritterstraße' mit 'Teichstraße' (Verf.)

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. wikipedia.org-wiki-Liste der Kulturdenkmale in Bad Dürrenberg:
Trift, Bauernstein, ID 094 20598, Kleindenkmal m. Foto v. 3.3.2012 (Kopie), Urheber: 'Jwaller' (Eig. Werk), Liz.-Nr. CC BY-SA 3.0, 2. google.com-maps-Bad Dürrenberg-Street View Okt. 2022 (Kopie, bearb.)

Geschichte Bad Dürrenberg
Der Stadtteil Keuschberg ist der älteste Teil der Stadt. Am 5. Juli 993 wurde der Ort durch Otto III. erstmals urkundlich erwähnt. Vesta, ein mit Wällen befestigter Königshof, wurde 1197 im Naumburger Urkundenbuch erstmals genannt. Für die anderen Stadtteile von Bad Dürrenberg sind folgende Ersterwähnungsdaten überliefert: Kirchdorf: 1248, Goddula (später: Klein- und Groß-Goddula): 1263, Lennewitz: 1267, Balditz: 1317 und Fährendorf: 1320.[2] Zu dieser Zeit muss bereits eine namensgebende Fähre in Fährendorf existiert haben. Das Standesamt, das ehemalige Salzamt, ist das älteste Steingebäude der Stadt und ist bereits in Urkunden aus dem Hochmittelalter als Königsgut nachgewiesen.
Das Gebiet der heutigen Ortschaft Bad Dürrenberg gehörte bis 1815 zum Gebiet des Hochstifts Merseburg, das seit 1561 unter kursächsischer Hoheit stand und zwischen 1656/57 und 1738 zum Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Merseburg gehörte. Während Dürrenberg, Balditz, Keuschberg, Vesta, Groß- und Klein-Goddula zum Amt Lützen gehörten, unterstanden Kirchdorf, Fährendorf, Lennewitz, Ostrau, Porbitz und Poppitz der Verwaltung des Amts Merseburg (wikipedia.org-wiki-Geschichte-Bad_Dürrenberg, Auszüge)

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