steinkreuz dreikretscham

Göda, OT Dreikretscham, Lkr. Bautzen, östl. im Ort, kleine Grünanlage ostseitig der Schwarzwasserbrücke (ggü. Gasthof Dreikretscham Nr. 12)

Obertägige Maße: Höhe 1,35 m, Br. 0,65, T. 0,20, Steinkreuz lat. Form aus Granit mit nach außen verbreiterten Enden (Tatzenkreuzform) und linear eingetiefte Darstellung eines auf der Spitze stehenden Schwertes mit rundem Knauf und gerader Parierstange (Verf.)

das Schwert, wie auch das Beil (Zeichen für die Todesstrafe), oft auf derartigen Flurdenkmälern dargestellt, ist ein Symbol des mittelalterlichen Hoch- bzw. Blutgerichts - altes deutsches Recht, Gericht über Leben und Tod, stand ursprünglich dem König zu, wurde später bis auf den Kleinadel übertragen; todeswürdige Vergehen wie Mord, Notzucht, Raub, Verrat, Inzest, Falschmünzerei, Ehebruch, Meineid, Hexerei usw. wurden hier verhandelt und endeten nicht selten mit dem Todesurteil; Sühnemale mit derartiger Symbolik bezeichneten vermutlich ursprünglich jene Gerichts- bzw. Richtstätten oder wurden an der Stelle eines todeswürdigen Vergehens zur Sühne gesetzt, das vor obiger Institution verhandelt wurde (Verf.)

das Denkmal stand ursprünglich direkt an der ehem. Furt am Schwarzwasser und wurde in den 1930er Jahren umgesetzt, es soll nach der Sage an einen französischen Soldat erinnern

‘Der deutsche Ortsname stammt vom Wort ‘Kretscham’ für ‘Gaststätte’ (sorb. korčma) und beschreibt die Tatsache, dass hier – an der Furt eines Zweiges der Via Regia (Königsstraße, überregionale Handelsstraße, Verf.) durch das Schwarzwasser – drei Gastwirte auf den Reisenden warteten. Die sorbische Bezeichnung lehnt sich vermutlich an das deutsche Wort ‘Hasel’ an. Heute ist auch unter der nichtsorbischen Bevölkerung der Umgebung der Name ‘Haslow’ für Dreikretscham auffallend stark verbreitet.’ (Textauszug: ...wikipedia.org-wiki-Dreikretscham)

Dreikretscham

Quellangaben: Lit.: 1. Dr. G. A. Kuhfahl, Die alten Steinkreuze in Sachsen, Ein Beitrag zur Erforschung des Steinkreuzproblems, Landesverein Sächsischer Heimatschutz, Dresden 1928, S. 215, Nr. 50 mit Ang.: ‘An der Brücke über das Schwarzwasser. Als Geländerpfosten benützt’, 2. Nachtrag zum Heimatschutzbuch von 1928, 1936, S. 35, Nr. 56 (gl. Ang.)

Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-Dreikretscham

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