steinkreuz oberbessingen andere seite
standort

Lich, OT Ober-Bessingen, Lkr. Gießen, etwa halbwegs, südseitig an der Straße Ober-Bessingen - Nieder-Bessingen

Obertägige Maße: Höhe 0,60 m, Br. 0,68, T. 0,16, das durch partielle Abschläge beschädigte Steinkreuz aus Sandstein mit gerundeten Enden stand bis 1920 weiter von der Straße im Felde; im Zuge der damaligen Verkoppelung (Zusammenlegung von Grundbesitz innerhalb einer Gemeinde) rückte man es an die Straße, dem heutigen Standort; die Flur heißt ‘Kreuzhecke’; das als Sühnekreuz angesehene Denkmal diente zwischenzeitlich als Grenzstein, beide Seiten zeigen eingehauene Initialen und mehrere Zahlen, teils unleserlich, s.l. ‘S L NO. 6  1791’, s.r. ‘S H ... 1791’ (SL=Solms-Lich, SH=Solms Hungen); das Kreuz steht genau auf der Gemarkungsgrenze zu Nieder-Bessingen, sowie auf der einstigen Grenze der Fürstenhäuser Solms-Braunfels und Solms-Lich; das Grafengeschlecht Solms, Raum Wetzlar, ist eine noch heute in Deutschland, Schweiz, Österreich und Tschechien existierende Hochadelsfamilie; die Teilung obiger Linien erfolgte 1409, wobei erstere 1742 in den Reichsfürstenstand erhoben wurde; 1806 verloren die Solms’schen Fürstentümer ihre Reichsunmittelbarkeit; eine Sage berichtet von einem gefallenen Offizier, der am ursprüngliche Platze begraben liege (Verf.)

Quellangaben: Lit.: 1. Heinrich Riebeling, Steinkreuze und Kreuzsteine in Hessen, Dossenheim/Heidelberg 1977, S. 132, Nr. 5419.3, daraus: 2. W. Grünewald, Totenmale oder historische Wegweiser ?, in: Heimat im Bild, 1973, Nr. 51, 3. Erwin Meyer, Hess. Heimatforschung Bd. 1, Gießen 1946, S. 86, 4. K. O. Unruh, Mordbuben und Brandstifter kamen vor ein Malefizgericht, in: Gießener Kreiskalender 8, 1973, S. 81, Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-Solms-Lich (usw.)

steinkreuz lich andere seite
standort

Lich, Lkr. Gießen, A: südwestl. Ortsausgang an Butzbacher Straße (B 488)

Obertägige Maße: Höhe 0,63 m, Br. 0,45, T. 0,17, Basis 0,65-0,25, das Steinkreuz aus Basalt mit sichtbarer Basis besitzt Kreuzarmstützen, die nach unten in konkaver Form auslaufen und auf der Rückseite mit der Kreuzform eine Fläche bilden; in den Armen die eingehauene Jahreszahl  ‘1758’; bis etwa 1995 stand das Denkmal wenige hundert Meter weiter südwestl. direkt an der Butzbacher Straße vor einem Weidezaun, unweit zweier mächtiger Eichen, schräg ggü. des ehem. Forsthauses Fasanerie; nach der Überlieferung soll hier eine Pferdekutsche verunglückt sein, wobei Menschen zu Tode kamen (Verf.) 

Quellangaben: Lit.: 1. H. Riebeling, 1977 s.o. S. 130, Nr. 5418.3, daraus: 2. E. Meyer, Hess. Heimatforschung Bd. 1, Gießen 1946, S. 86, 3. K. O. Unruh, Mordbuben und Brandstifter kamen vor ein Malefizgericht, in: Gießener Kreiskalender 8, 1973, S. 81, 4. H. Walbe, Die Kunstdenkmäler des Kreises Gießen I 1938 u. III 1933, 5. Hessenspiegel 1, 1924, Nr. 4, S. 14

kreuzstein lich hinweistafel in situ
standort kirchgasse 10

Lich B: Ortskern, in Grundmauer Kirchgasse Nr. 10 vermauert (Hausecke rechts des Treppenaufganges)

Maße: Höhe 0,25 m, Br. 0,25, der etwa quadratische Stein aus Kalkstein zeigt auf vertiefter Kreisfläche ein gleicharmiges Kreuz im Relief mit nach außen verbreiterten Enden, die nicht in den Kreisrand übergehen; im Grunde eine Spielart des griechischen Kreuzes; nach der Hinweistafel vor Ort stammt das Erdgeschoss aus dem 16. Jh., damit evtl. auch die Grundmauer; ‘Im Sockel Kreuzstein eines älteren Sakralbaues’ muss nicht unbedingt bedeuten, dass sich dieser Bau hier befand, der Stein kann auch als Ergänzungsstein für den Hausbau aus der Nähe herbei geholt worden sein (Verf.)

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. ...ich-geh-wandern.de-Lich

Lich C: Obertägige Maße: Höhe 1,20 m, Br. 0,55, T. 0,20, Ang. Lit. H. Riebeling: ‘Ein Sandsteinblock auf einem Waldweg gegenüber dem Albacher Hof hat folgende Inschrift: Hier ward erschlagen am 23. Februar 1859 Joh. Petri aus Albach, Fürstlich Solms-Licher Forstwart, 78 Jahre alt. Der ihn erschlug ward zum Tode verurtheilt am 13. April 1859 und enthauptet zu Gießen am 25. Juni 1859.

Quellangaben: Lit.: 1. H. Riebeling, 1977 s.o. S. 131, Nr. 5418.9

verschwundene Objekte: Lich, an der Ecke ‘Gießener Straße-Kreuzweg’ hat ein Steinkreuz gestanden (Quellangaben: Lit.: 1. H. Riebeling, 1977 s.o. S. 130, Nr. 5418.5)

c.2008 www.kreuzstein.eu