quelle: lit. w. saal 1989

Salzatal, Saalekreis, A: OT Gorsleben (Schochwitz), südöstl. vom Ort am alten Weg Richtung Salzmünde (günstig erreichbar: am südl. Ortsrand zweigt von der 'Talstraße' die Straße 'Am Quittenberg' in südöstl. Richtung ab und erreicht ostwärts ca. 200 m nach dem Ortsausgang den links nördl. abschwenkenden 'Bahnhofsweg', wo weiter geradeaus nach ca. 700 m der Standort südseitig rechts am Weg erreicht wird), Steinkreuz

Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), gedrungenes Steinkreuz aus Sandstein dessen Kreuzform durch einfache Ausrundungen erzeugt wird - Indiz auf ein sehr hohes Alter (Verf.)

'Am Feldweg vom Südende von Gorsleben (erster Teil = Bahnhofsweg) nach Quillschina, auf der südlichen Wegseite nahe dem östlichsten Pflaumenbaume. Der hier ursprünglich nach Nordosten abzweigende Feldweg nach Gödewitz wurde inzwischen eingezogen. Ursprünglich parallelkantiges lateinisches Kreuz mit stark verwitterten und wohl auch abgeschlagenen Armen und Kopf. Die Arme sind nur noch in Ansätzen vorhanden. Der Fuß, der noch knapp 13 cm aus dem Boden ragt, scheint sich auf die jetzige Armbreite zu vergrößern. Sandstein. Höhe 69 cm, Br. 48 cm, T. 22 cm. Spätes 15. Jahrhundert. Nach Erzählungen eines älteren Einwohners soll hier einmal jemand totgeschlagen worden sein. Nach einem anderen sei hier ein höherer französischer Offizier anlässlich einer Schlacht auf der Höhe über Gorsleben ums Leben gekommen' (Lit. W. Saal 1989)

Anmerkung
Der eingezogene alte Weg nach Gödewitz ist aus Satellitensicht noch erkennbar. Von daher ist es nicht ausgeschlossen, dass sich hier am damit wichtigen Wegetreffpunkt ein altes Straßengericht einer einstig ansässigen Grundherrschaft befand, dessen Gerichtsfriede vom Kreuz angezeigt wurde (Verf.)

Quellangaben: Lit.: 1. Walter Saal, Steinkreuze und Kreuzsteine im Bezirk Halle, Halle 1989, S. 34, Nr. 2, unter Schochwitz m. Abb. 122 (Kopie), Internet: 1. wikipedia.org-wiki-Liste der Kulturdenkmale in Salzatal, OT Gorsleben: Am Bahnhofsweg nach Wils, vor dem östlichen Ortsausgang, Kreuzstein, ID 094 61011, Kleindenkmal  (o.F.)

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Salzatal B: OT Lieskau, nördl. vom Ort, ca. 600 m nach dem Ortsausgang der 'Salzmünder Straße', westseitig links der Straße, kurz vor der Gemarkungsgrenze zu Schiepzig, Gedenkstein, Benennung: 'Blutstein' (sog. 'Rose-Rosahl-Fall') 

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Obertägige Maße: (aktuell nicht bekannt), quaderförmiger Sandsteinblock mit 5-zeiliger eingerillter Inschrift in deutscher Sütterlinschrift:  'Hier / fiel durch Mörderhand / am 11. September 1858 / Ernst Heinrich / Harnisch' (Verf.)

Obertägige Maße:  (aktuell nicht bekannt), etwa rechteckige Rotsandsteinplatte mit 5-zeiliger deutscher Sütterlinschrift auf abgesetztem Sockel: ‘Hier / fiel durch Mörderhand / am 11. September 1858 / Ernst Heinrich / Harnisch’ (Verf.)

Geschichte
Der sog. 'Rose-Rosahl-Fall' wird durch eine Verwechslung zu einem der  brisantesten Fälle der deutschen Strafrechtsgeschichte. Ein Arbeiter namens Rose nahm von einem Holzhändler namens Rosahl aus Schiepzig einen Auftragsmord an dem Zimmermann Schliebe aus Lieskau an. Am 11. September 1858, es dämmerte bereits, legte sich Rose an der Stelle am Bach auf die Lauer um den erwarteten Zimmermann zu erschießen, doch nicht dieser, sondern der zufällig vorbeikommende 17-jährige Kantorssohn Ernst Heinrich Harnisch wurde irrtümlich Opfer des ruchlosen Verbrechens. Mörder und Auftraggeber wurden zum Tode verurteilt (Verf. frei nach harz-saale.de-lieskau-bei-halle-an-der-saale-der-blutstein-oder-der-fall-rose-rosahl)    

Quellangaben: Lit.: Internet: 1. wikipedia.or-wiki-Liste der Kulturdenkmale in Salzatal, OT Lieskau: Denkmal, Gedenkstein, sogen. Blutstein von Lieskau, ID 094 55555, Baudenkmal m. Foto v. 28.11.2013 (Kopie), Urheber: 'Radler59' (Eig. Werk) Liz.-Nr. CC BY-SA 3.0, 2. google.com-maps-Salzmünde-Street View Juli 2023 (Kopien, bearb.), 3. harz-saale.de-lieskau-bei-halle-an-der-saale-der-blutstein-oder-der-fall-rose-rosahl, 4. saalekreis.im-bild.org-fotos-denkmaeler-blutstein-ernst-heinrich-Harnisch, 05.06.2016, 5. wikipedia.org-wiki-Rose-Rosahl-Fall m. Foto

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