urheber g. mueller-h. quietzsch 1977

°

urheber g. a. kuhfahl 1928

Zittau, Lkr. Görlitz, östl. der Altstadt, Frauenkirche (Unser Lieben Frauen), eingemauert in die nordwestl. äußere Kirchhofsmauer, im Hof 'Hammerschmiedtstraße 10', 3 Steinkreuze (sichtbar, weitere 3 Steinkreuze evtl. unter dem Putz nicht sichtbar)

A: (rechts im Bild) Ang. Lit. G. Müller-H.Quietzsch, 1977: Östlich der Altstadt, eingemauert in die nordwestliche äußere Kirchhofsmauer der Frauenkirche, im Hof von Hammerschmiedtstraße 10. 1 Steinkreuz (Gruppe: zugehörig, nebeneinander in geringer Entfernung, ostnordöstliches Steinkreuz 258 und mittleres Steinkreuz 257). Kopf, Arme und Schaft zur Kreuzung zu verjüngend. Sandstein. ONO-WSW (Ausrichtung). SSO-Seite, vom Kopf bis auf den Schaft reichend: Dolch. Höhe = Länge: 100 cm, Breite: 56 cm, Stärke nicht festzustellen, eingemauert. Stark verwittert. Durch neuerliches Überputzen der schadhaften Mauer gefährdet. Geschützt seit 18. 8. 1970. Sage: 1606 Zweikampf um eine Jungfrau (Bürgermeisterstochter), deren steinerne Abbildung , wie das eine Kreuz für den Kämpfer, eingemauert ist. Für welches der Kreuze das gelten soll, ist nicht mehr festzustellen. Westsüdwestlich neben diesem Kreuz möglicherweise noch ein viertes unter dem Putz. Nach Morawek ursprünglich bis 6 Steine, Altbekannt. (Textkopoie)

Ang. Lit. G. A. Kuhfahl, 1936, S. 12: Zwei schlanke Maltheserkreuze, von denen mindestens das eine bisher unter den verschwundenen geführt wurde, hat der Zittauer Ratsarchivar Dr. Müller wieder aufgefunden; sie sind außen in der Umfassungsmauer des Frauenfriedhofs, an völlig verborgener Stelle, eingesetzt; diese befindet sich hinter dem Hause des Seilermeisters Brockelt an der Hammerschmiedgasse in einer engen Hofschlucht (Abb. 144), auf die man nur durch ein Fenster des kleinen Hauses etwas Ausblick hat. (Textkopie)

B: (mittig im Bild), Ang. Lit. G. Müller-H. Quietzsch, 1977: Kopf, Arme und Schaft zur Kreuzung zu verjüngend. Sandstein. ONO-WSW (Ausrichtung). SSO-Seite, vom Kopf bis auf den Schaft reichend, eingeritzt im Umriß: Klinge. Höhe = Länge: 106 cm, Breite 40 cm, Stärke: nicht festzustellen, eingemauert. Stark verwittert. Durch neuerliches Überputzen der schadhaften Mauer gefährdet. Geschützt seit 18. 8. 1970. Sage s. Nr. 256. (Textkopie)

C: (links im Bild, durch Putz halb verdeckt), Ang. Lit. G. Müller-H. Quietzsch, 1977: Nur Fußteil des Schaftes sichtbar, dieser nach oben leicht verjüngend; Arme und Kopf unter Putz. Sandstein. ONO-WSW (Ausrichtung). Zum größten Teil überputzt; auf SSO-Seite sichtbar Klinge (?) in Ritztechnik. Länge des sichtbaren Stückes: 72 cm. Stark verwittert, nicht vollständig freigelegt. Geschützt seit 18. 8. 1970. Sage s. Nr. 256. (Textkopie)

verschollene Objekte: Zittau: 1. Nr. 69, ein Steinkreuz auf dem Görlitzer Steinweg. - Bösigk S. 33, 2. ein Steinkreuz am Ende der Helwigsgasse. - Bösigk S. 33, Morawek S. 14-15, 3. zwei Steinkreuze am Anfang der Straße nach Bautzen, einander gegenüber. - Pescheck im Neuen Lausitzer Magazin, VII. Bd. 1828, S. 228 flg., 4. ein Steinkreuz nahe am Kirchhoftore der Frauenkirche mit Schwert und A.F.I.ST. Bösigk S. 33. Morawek S. 11 flg., 5. Nr. 70 Zittel b. Zittau (= Pasternik, Polen, zwischen Zittau und Bogatynia unmittelbar östlich an Biedrzychowice, ehem. Friedersdorf, grenzend und war von letzterem Ort nur durch einen Mühlgraben getrennt - seit 1960er Jahre Wüstung), ein Steinkreuz an der Friedländer Zollstraße am nördlichen Straßengrabenende  in einer Zaunhecke. - Bösigk S. 36, Morawek S. 18 (G. A. Kuhfahl, Verz. II, Verschwundene Steinkreuze)

Quellangaben: Lit.: 1. Gerhardt Müller-Harald Quietzsch, Steinkreuze und Kreuzsteine in Sachsen, Inventar Bezirk Dresden, Berlin 1977, S. 394-395, Nr. 256-258 Zittau, Mbl. 5154 (107), N 0,75 / O 4,45 m. Abb. 309 (Kopie), daraus: 2. G. A. Kuhfahl, Die alten Steinkreuze in Sachsen, Dresden 1928, S. 228, Nr. 69 u. Nachtrag zum Heimatschutzbuch von 1928 (1936), Nr. 292, S. 12 m. Abb. 144 (Kopie), 3. C. G. Morawek, Einige Nachrichten über die in Zittau und Umgegend befindlichen Kreuz- und Denksteine, Zittau 1854, S. 9-15, 4. F. L. Bösigk, Über Mordkreuze, Vortrag am 12. 1. 1857, in: Mittheilungen des Königlich Sächs. Vereins für Erforschung u. Erhaltung vaterländischer Alterthümer 10, H. Dresden, S. 33, 5. J. G. TH. Grässe, Der Sagenschatz des Königreiches Sachsen, 2. Aufl. Bd. 2, Dresden 1874, Nr. 818, 6. A. Meiche, Sagenbuch des Königr. Sachsen, Leipzig 1903, S. 928-929, 7. Franz Wilhelm, Zur Geschichte der alten Steinkreuze in und um Zittau, in: Vesper-Glocken, Beil. zu den Zittauer Nachrichten, 1906, Nr. 161-162, 8. R. Müller, Alte Steinkreuze in der Südlausitz, in: Oberlausitzer Heimatzeitung, 1932, Nr. 3, S. 38-39

Internet: 1. ...wikipedia.org-wiki-Liste der Bodendenkmale in Zittau: besonderer Stein, Zittau, Gruppe von 3 Steinkreuzen, Spätmittelalter, östliche Vorstadt, in die nordwestliche äußere Mauer der des Frauenkirchhofs eingemauert, Hammerschmiedtstraße 10, Einzeichnungen von Hieb- und Stichwaffen, Schutz seit 18. August 1970

c.2021  www.kreuzstein.eu